Forscher haben 24 Probanden an zwei verschiedenen Tagen zwei fast gleiche Frühstücksmenüs serviert. Fast gleich. Denn ein Frühstück hat die Probanden toleranter gemacht als das andere.

Für das ungeübte Auge sahen beide Mahlzeiten fast gleich aus: Das „untolerante“ Frühstück unterschied sich nur in seinem Verhältnis von Proteinen und Kohlenhydraten. Nun kann man denken, dass protein-geladene Bodybuilder eher zu Aggression und damit zu nicht-tolerantem Verhalten neigen… jedoch folgt übermäßige Aggression bei dieser Personengruppe eher aus der Aufnahme von anderen Substanzen…

Das Gegenteil ist nämlich der Fall: Das proteinreichere Frühstück hat die Toleranz bei den Probanden im Vergleich zur kohlenhydratlastigen Mahlzeit erhöht. Wir haben natürlich direkt die Verbindung zu unseren Vorfahren gezogen und liefern dir die Erklärung zum beobachteten Phänomen.

Das Frühstück: Mit einer ausgewogenen Proteinbilanz kann es für die Harmonie deines Tages sorgen

Der Mensch lebt, jagt und isst seit jeher in Gemeinschaft. Dabei geht es – Pädagogen aufgepasst – immer um die Balance zwischen eigenen egoistischen Bedürfnissen und einem funktionierenden sozialen Gefüge: Der eigenen Integrität und dem Wunsch nach Kooperation.

Eine Gruppe Jäger vor 40.000 Jahren erlegt gemeinsam ein Tier: Seit Tagen hat jeder von ihnen eine negative Kalorienbilanz und als es endlich was zu essen gibt, wird egoistisch das nächstbeste Stück Fleisch in den Mund gestopft. Zur Not mit ausgefahrenen Ellbogen. Die Integrität ist hoch, die Bereitschaft zur Kooperation gering. Ist der erste Hunger gestillt, sinkt das Aggressionsniveau – die Angst vor dem Verhungern sinkt und der Gedanke daran, dass auch andere Mitglieder der Gruppe Hunger leiden, hat nun Chancen sich breit zu machen.

Dass der Jäger nun – mit gesättigtem Proteinbedarf – an seine Familie denkt, macht nur Sinn. Denn insgesamt erhöht die Gemeinschaft ja seine Chancen, die nächste Zeit zu überleben. Zudem können nur seine Kinder seinen evolutionären Sinn erfüllen – nämlich die eigenen Gene weiterzugeben.

Wie wir im Beitrag über Proteine erfahren haben, ist deren Aufnahme essenziell für Sättigung und Wachstum. Nicht verwunderlich also, dass dieser Makronährstoffe auch unsere Stimmung beeinflusst und unsere Fähigkeit zu Kooperation steuert.

Wer also Wert auf ein harmonisches Verhältnis zu seinen Mitmenschen legt, dem empfehlen wir, regelmäßig zu proteinreichen Lebensmitteln zu greifen. Guten Appetit!


Daniel

Hallo, ich bin Daniel Brückner. Zusammen mit Timon und Lukas arbeite ich an unserem EvoLife-Konzept. Unser Ziel? Gesund alt zu werden! Wir untersuchen, woran unser Körper sich im Laufe der Evolution angepasst hat und was wir tun müssen, um mit unserem Steinzeit-Körper gesund in der modernen Welt zu leben.

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