In meiner Familie wurde früher gegessen, wie man sich das in einer typisch deutschen Familie so vorstellt. Als Hauptspeise gab es etwas Tierisches: Ein Stück Fleisch, Wurst, Fischstäbchen. Dazu eine große Portion Kartoffeln, Reis oder Nudeln mit Soße. Und dazu ein Portiönchen Gemüse – weil Mama sonst meckert.

Steak mit Pommes und ein Hauch Salat: Schön dekoriert und eine typisch deutsche Zusammenstellung

Abgesehen davon, dass Kartoffeln und Reis nur bedingt empfehlenswert sind (Wer das noch nicht weiß, liest bitte unseren Beitrag über Kohlenhydrate), sollte das oben erwähnte „Portiönchen“ Gemüse die Hauptmahlzeit bilden. Die Umstellung fällt uns oft nicht leicht, da wir es einfach anders gelernt haben – sie lohnt sich aber und das aus mehreren Gründen:

Pflanzen in ihrer natürlichen Form sind schlicht und ergreifend das Gesündeste, das du deinem Körper antun kannst! Sie enthalten essenzielle Vitamine, Mikronährstoffe und Wasser. Viele Pflanzen sind gute Proteinlieferanten und gesunde Fettsäurequellen.

Der hohe Wassergehalt in Pflanzen bringt direkt zwei weitere Vorteile mit sich: Zum einen hilft es, den Wasserbedarf eures Körpers zu decken. Zum anderen bedeutet ein hoher Wassergehalt eine geringe Kaloriendichte, da H2O eben ganz ohne Kalorien daherkommt.

Machst du den Beilagensalat nun zu deiner Hauptspeise, füllst du deinen Magen mit verhältnismäßig viel Wasser und sorgst bei moderater Kalorienzufuhr für einen gefüllten Magen. Der signalisiert deinem Gehirn „Sättigung“ und deine Fettzellen freuen sich, dass sie weniger beansprucht werden.

Die Beilage wird zum Hauptgericht

Nächster riesiger Vorteil der meisten Pflanzen: Sie bestehen aus weniger Kohlenhydraten und sie bestehen aus langkettigen Kohlenhydraten (Achtung! Das gilt häufig nicht für verarbeitete Pflanzen!). Kohlenhydrate sind ein häufiger Grund für das sogenannte metabolische Syndrom: Für Übergewicht, Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und abdominale Fettleibigkeit. Wenn du daran sparen kannst, solltest du grundsätzlich daran sparen. Das gilt sogar für Langstreckensportler: Wer dazu mehr wissen möchte, schaut sich einfach mal Interviews von Jan Frodeno an.

Der Vorteil von Pflanzen sorgt übrigens dafür, dass Veganer im Durchschnitt gesünder leben und älter werden: Dieses Ziel verfolgen wir auch mit EvoLife. Vegan zu leben bedeutet allerdings leider nicht automatisch gesund und lange zu leben. Pflanzen kannst du dir nämlich auch in ziemlich bescheuerten Formen einverleiben: Als Sirup, Dicksaft, Apfeltasche, Weißbrot oder Pommes. Es kommt also auch auf die Qualität der Pflanzen an.

Unser Fazit: Schaufel dir den Teller zuerst mit den gesunden Beilagen voll. Ergänze ein paar schöne Proteinquellen (Fleisch ist absolut erlaubt, Fisch und Hülsenfrüchte sind allerdings gesünder) und erst dann die eigentliche Hauptkomponente – als kleines Schmankerl sozusagen, damit auch deine Lust darauf nicht ganz leer ausgeht.

Übrigens: Heute gibt es bei meinen Eltern meist riesige Salatteller mit richtig geilen Toppings: Nüsse, Beeren, extravagante Früchte. Natürlich erst, seit ich nicht mehr da wohne…


Daniel

Hallo, ich bin Daniel Brückner. Zusammen mit Timon und Lukas arbeite ich an unserem EvoLife-Konzept. Unser Ziel? Gesund alt zu werden! Wir untersuchen, woran unser Körper sich im Laufe der Evolution angepasst hat und was wir tun müssen, um mit unserem Steinzeit-Körper gesund in der modernen Welt zu leben.

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