Fett macht fett. Ein logischer Satz, der sogar eine gewisse Portion Wahrheit enthält. Denn Fette haben mit 9 kcal/g mehr als doppelt soviel Energie wie Proteine und Kohlenhydrate.

Kalorien zählen zählt nicht…

Dass Kalorien zählen nicht das Nonplusultra in der Welt der Körpergewichtsreduktion oder der Körperkomposition ist, spricht sich immer mehr herum. Ja, natürlich hat die Kalorienbilanz einen Einfluss, aber sie ist so viel komplexer als einfache Addition und Subtraktion. Hormonhaushalt, Insulin, Grundumsatz, Schlaf, Entzündungsprozesse,… So viele Faktoren wirken auf unsere Kalorienbilanz ein, dass man das Fett eben nicht nur auf seine 9 kcal/g reduzieren darf.

Grundsätzlich verträgt der Körper die gesunden Fette viel besser als Kohlenhydrate. Da die Kalorienbilanz (Aufgenommene Kalorien vs. Verbrauchte Kalorien) einen Einfluss hat, sollte man sich dennoch keine 500 g in dunkler Schokolade getunkte Nüsse mit einem Liter Rapsöl runterspülen.

Fett ist nicht der Teufel, Fett ist ein Segen

Die Überschrift gilt bis zu einem gewissen Grad für unseren eigenen Körper. Ohne die Fettreserven unserer Vorfahren wären wir heute nicht hier. Punkt. Ohne eigenes Körperfett übrigens auch nicht, denn Fettsäuren sind essentiell – lebenswichtig.

Dass wir (modernen) Menschen es hinbekommen, uns Unmengen an Körperfett zuzulegen und uns mit Tonnen Salami, Mortadella und Frittenfett unsere Herzkranzgefäße zuzukleistern, können wir nicht dem Makronährstoff anhängen.

Unser Körperfett entsteht nicht aus unserem Nahrungsfett, sondern aus allen Makronährstoffen, die wir zu uns nehmen. Nahrungsfette wirken sich oft sogar weniger drastisch aus als Kohlenhydrate.

Denn – und für diesen Fakt wären wir vor 20 Jahren noch belächelt worden – Fette sind viel gesünder als Kohlenhydrate.

Und wie immer geht es um die Qualität…

Wie schon bei den Proteinen und den Kohlenhydraten, kann man mit den Fetten alles falsch und vieles richtig machen. Die meisten Fette sind harmlos und viele sogar gesund! Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und helfen dem Organismus bei der Selbstheilung, sie senken sogar das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Manche Fettsäuren werden zum Bau von Zellhüllen verwendet, wieder andere fungieren als Botenstoffe.

Fette 1. Klasse finden sich in Leinsamen, Nüssen, Avocados und Olivenöl. Hier darfst du zuschlagen.

Fette 2. Klasse findest du in Rapsöl, fettigem Fisch und dunkler Schokolade. Auch hier darfst regelmäßig zugreifen und brauchst dir keine Sorgen machen (es gilt wie immer: nicht zu extrem bitte!).

Meeresfrüchte und Fisch: Bei diesen Fettsäuren schlägt deine Gesundheit Purzelbäume.

Fette 3. Klasse sind in Käse, Kokosöl, Eiern und Butter enthalten. Sie nicht schädlich, aber auch nicht förderlich für die Gesundheit. In normalen Mengen sind sie völlig ok, eine Extraportion davon sollte es eher nicht sein.

Fette 4. Klasse solltest du vermeiden. Dazu gehören Wurst und Transfette. Letztere entstehen z.B. beim Frittieren und sind in Fertigprodukten, Donuts, Chips, Pommes und Co. zu finden.

Natürlich darfst du dir sowas mal gönnen… Aber: Seltener ist besser.

Daniel

Hallo, ich bin Daniel Brückner. Zusammen mit Timon und Lukas arbeite ich an unserem EvoLife-Konzept. Unser Ziel? Gesund alt zu werden! Wir untersuchen, woran unser Körper sich im Laufe der Evolution angepasst hat und was wir tun müssen, um mit unserem Steinzeit-Körper gesund in der modernen Welt zu leben.

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